Vier Sänger, ein Pianist – und die Herausforderung, daraus einen gemeinsamen Klang zu formen. Schuberts selten gehörte Duette und Quartette sorgen bei der Schubertiade für einen dramaturgisch klug gebauten Abend mit Humor, Drama und starken Einzelmomenten – aber auch hörbaren Fragen der Ensemblebalance.
Category: Festspiele Österreich
Gesungene Gleichberechtigung – Eine „Winterreise“ jenseits der Geschlechter
Eine Frau singt Schuberts „Winterreise“ – und irgendwann wird die Frage nach dem Geschlecht nebensächlich. Sophie Rennert und Joseph Middleton zeigen bei der Schubertiade, wie zutiefst menschlich dieser Zyklus ist: eine Reise durch Liebe, Verlust, Einsamkeit und die Suche nach einem Platz in der Welt.
Sung Equality – A “Winterreise” Beyond Gender
A woman sings Schubert’s Winterreise – and at some point, the question of gender becomes secondary. At the Schubertiade, Sophie Rennert and Joseph Middleton reveal just how profoundly human this cycle is: a journey through love, loss, loneliness and the search for a place in the world.
Ein kostenloses Upgrade – und ein Glücksfall für das Publikum
Manchmal ist eine kurzfristige Absage ein Glücksfall für das Publikum. Konstantin Krimmel sprang bei der Schubertiade für Andrè Schuen ein – und machte gemeinsam mit Daniel Heide aus Brahms’ Die schöne Magelone einen Abend voller Musik, Erzählkunst, Humor und Menschlichkeit. Ein „kostenloses Upgrade“ inklusive.
A Free Upgrade – and a Stroke of Luck for the Audience
Sometimes a last-minute cancellation can turn into a stroke of luck for the audience. Konstantin Krimmel stepped in for Andrè Schuen at the Schubertiade and, together with Daniel Heide, transformed Brahms’ Die schöne Magelone into an evening of music, storytelling, humour and humanity – with a “free upgrade” included.
Wenn die Scherben stärker sprechen als die Liebe
Ein zerbrochener Spiegel, Wasser als Widerstand und eine schwarze Kugel über Violetta: Bregenz erzählt Verdis La traviata in starken Bildern. Doch nicht immer erreichen die Beziehungen zwischen den Menschen dieselbe Intensität wie die Bühne.
Highschool statt Dorfidylle: Donizettis Liebestrank in Bregen
Die Produktion von Donizettis „L’elisir d’amore“ bei den Bregenzer Festspielen, die am 17. August 2026 Premiere feierte, verlegt die Handlung in eine zeitgenössische Highschool-Welt. Diese Neuinterpretation beleuchtet Themen wie Liebe und Identität unter jungen Menschen, während die Besetzung mit starken stimmlichen Leistungen überzeugt – insbesondere Emanuel Tomljenović als Nemorino. Die Inszenierung verbindet moderne Elemente mit der zeitlosen emotionalen Tiefe der Oper.